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Auf, auf ihr Freunde, aufgewacht, wir feiern doch jetzt Fasenacht!
Mit diesem Aufruf als Anfang eines
lustigen Gedichtes lockte Christine Fischer am
schmotziga Donnerschdag auch die letzten der anwesenden Narren aus der
Reserve.
Man hatte sich nach der – verkürzten – Chorprobe im Café Winkler
versammelt, um
doch noch ein bisschen närrisch zu
sein, nachdem die Liederkranzmitglieder in Sachen Fasching dieses Jahr recht verschlafen
waren.
Nur 14 Anmeldungen gab es für die für samstags vorgesehene große
Faschingsfete! Da hätte es sich nicht gelohnt, den großen Saal vom
Musikerheim zu mieten, weshalb der Vorstand kurzerhand beschloss, die
Feier dieses Jahr ausfallen zu lassen. Stattdessen wurde nach der
Chorprobe an Weiberfasnet ein gemütliches Beisammensein anberaumt, bei
dem dann letztendlich auch mehr als 14 Sänger und Sängerinnen anwesend
waren. Schließlich wollte man sich auch dieses Jahr nicht die launigen
Beiträge unserer „Obernärrin“ Uschi Fischer entgehen lassen, die
sich bereits wieder ihre närrischen Gedanken gemacht hatte.
Doch zuvor trug Eckhard Fischer (in reinstem „Hochpfälsisch“) die
„Ballade von den verliebten Würsten“ vor. Die Anwesenden litten mit
dem Plunse und dem Lewerwirschtle, die wie die Königskinder nicht
zusammenkommen konnten, obwohl sie doch so verliebt waren. Aber zum
Schluss gab es ein Happy End, denn die beiden wurden schließlich doch
noch vereint – wenn auch in feinstofflich veränderter Form.....
Plötzlich verwandelte sich das Café Winkler in
einen dunklen Wald und man hörte die Stimmen von einigen Zigeunern, die
mit düsterem Gesang ein unheimliches Szenario beschrieben: Im Schatten
des Waldes, im Buchengezweig, da regt’s sich und raschelt und flüstert
zugleich......
Und als die bewegliche Schar zur Seite trat, konnte man
die Zigeunerin Uschi erkennen, die vor den Augen der Zuschauer einen
unheilvollen Trank braute. Mit der Hilfe von Oberhexe Pfeiffer mischte
sie ihre unheimlichen Zutaten in dem Kessel, in dem es bedrohlich
brodelte und dampfte.....
Schlangengift und Hundekot, Schafbockschwanz
und Jägerschrot, Falkenauge, Krötenschleim, Mäuseschwanz und
Echsenbein waren nur ein Teil dessen, was später zu einer giftgrünen
Suppe wurde, die der Vorstand inklusive Dirigent dann trinken musste!
Angeblich werden dadurch nun alle Auf-
führungen des Liederkranzes im
Jahre 2006 große Erfolge. Hoffen wir, dass die Zigeunerin nicht irgendwas verwechselt hat!
Und auch Wolfgang mit dem Blauen Haar trug seinen
Teil zur Unterhaltung bei. Er erzählte dem geneigten Publikum, welche
Gedanken ihm in Zeiten von Vogelgrippe & Co. beim Speisen in einem
Restaurant so durch den Kopf gingen, als er versuchte, das Fleisch auf
seinem Grillteller zu identifizieren..... Dazu erklang aus dem Off ein
gar lieblicher Männerchor, der das Lied des gebratenen Schwans aus
Carmina Burana intonierte. Wolfgang mit dem Blauen Haar überlegte dann
weiter, wie es wohl sein wird, wenn alle Vögel ausgerottet sind und kam
zu dem Schluss, 
dass sich dann zumindest die Frösche im Teich freuen würden,
weil sie endlich außer Gefahr wären. Und wie durch ein Wunder hörte
man plötzlich einige Frösche „Freude schöner Götterfunken“
quaken!
Unsere Närrin
Rosl Petz hatte auch wieder ein lustiges Gedicht parat und spendierte
zudem noch Käsewürfel. Dankeschön!
Zu guter Letzt wurden die Liederkränzler auch
noch mit einem Quiz unterhalten, das Moderatorin Birgit Leimert mit der
hochintelligenten Kandidatin Uschi durchführte. Uschi beantwortete die
sehr anspruchsvollen Fragen („An welchem Fluss liegt Köln am
Rhein“) mit großer Kompetenz und dank ihres guten Allgemeinwissens
schließlich alle richtig und durfte den feuchten Händedruck der
Moderatorin als 1. Preis mit nach Hause nehmen.
Es war ein rundum gelungener und gemütlicher
Abend, zu dessen Erfolg auch die von Klaus Winkler spendierten Fasnetsküchla,
Berliner und Co. beitrugen. Vielen herzlichen Dank dafür!
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Text: Gabi Schlipf / Bilder: Manfred Widler
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