Chorvereinigung Liederkranz Marbach a.N. e.V.

Fasching 2006


Auf, auf ihr Freunde, aufgewacht, wir feiern doch jetzt Fasenacht!

Mit diesem Aufruf als Anfang eines lustigen Gedichtes lockte Christine Fischer am
schmotziga Donnerschdag auch die letzten der anwesenden Narren aus der Reserve.
Man hatte sich nach der – verkürzten – Chorprobe im Café Winkler versammelt, um
doch noch ein bisschen närrisch  zu sein, nachdem die Liederkranzmitglieder in Sachen Fasching dieses Jahr recht verschlafen waren.
Nur 14 Anmeldungen gab es für die für samstags vorgesehene große Faschingsfete! Da hätte es sich nicht gelohnt, den großen Saal vom Musikerheim zu mieten, weshalb der Vorstand kurzerhand beschloss, die Feier dieses Jahr ausfallen zu lassen. Stattdessen wurde nach der Chorprobe an Weiberfasnet ein gemütliches Beisammensein anberaumt, bei dem dann letztendlich auch mehr als 14 Sänger und Sängerinnen anwesend waren. Schließlich wollte man sich auch dieses Jahr nicht die launigen Beiträge unserer „Obernärrin“ Uschi Fischer entgehen lassen, die sich bereits wieder ihre närrischen Gedanken gemacht hatte.
Doch zuvor trug Eckhard Fischer (in reinstem „Hochpfälsisch“) die „Ballade von den verliebten Würsten“ vor. Die Anwesenden litten mit dem Plunse und dem Lewerwirschtle, die wie die Königskinder nicht zusammenkommen konnten, obwohl sie doch so verliebt waren. Aber zum Schluss gab es ein Happy End, denn die beiden wurden schließlich doch noch vereint – wenn auch in feinstofflich veränderter Form.....

Plötzlich verwandelte sich das Café Winkler in einen dunklen Wald und man hörte die Stimmen von einigen Zigeunern, die mit düsterem Gesang ein unheimliches Szenario beschrieben: Im Schatten des Waldes, im Buchengezweig, da regt’s sich und raschelt und flüstert zugleich...... 
Und als die bewegliche Schar zur Seite trat, konnte man die Zigeunerin Uschi erkennen, die vor den Augen der Zuschauer einen unheilvollen Trank braute. Mit der Hilfe von Oberhexe Pfeiffer mischte sie ihre unheimlichen Zutaten in dem Kessel, in dem es bedrohlich brodelte und dampfte.....
Schlangengift und Hundekot, Schafbockschwanz und Jägerschrot, Falkenauge, Krötenschleim, Mäuseschwanz und Echsenbein waren nur ein Teil dessen, was später zu einer giftgrünen Suppe wurde, die der Vorstand inklusive Dirigent dann trinken musste! Angeblich werden dadurch nun alle Auf-
führungen des Liederkranzes im Jahre 2006 große Erfolge. Hoffen wir, dass die Zigeunerin nicht irgendwas verwechselt hat!

Und auch Wolfgang mit dem Blauen Haar trug seinen Teil zur Unterhaltung bei. Er erzählte dem geneigten Publikum, welche Gedanken ihm in Zeiten von Vogelgrippe & Co. beim Speisen in einem Restaurant so durch den Kopf gingen, als er versuchte, das Fleisch auf seinem Grillteller zu identifizieren..... Dazu erklang aus dem Off ein 
gar lieblicher Männerchor, der das Lied des gebratenen Schwans aus Carmina Burana intonierte. Wolfgang mit dem Blauen Haar überlegte dann weiter, wie es wohl sein wird, wenn alle Vögel ausgerottet sind und kam zu dem Schluss,
dass sich dann zumindest die Frösche im Teich freuen würden, weil sie endlich außer Gefahr wären. Und wie durch ein Wunder hörte man plötzlich einige Frösche „Freude schöner Götterfunken“ quaken!
Unsere Närrin Rosl Petz hatte auch wieder ein lustiges Gedicht parat und spendierte zudem noch Käsewürfel. Dankeschön!

Zu guter Letzt wurden die Liederkränzler auch noch mit einem Quiz unterhalten, das Moderatorin Birgit Leimert mit der hochintelligenten Kandidatin Uschi durchführte. Uschi beantwortete die sehr anspruchsvollen Fragen („An welchem Fluss liegt Köln am Rhein“) mit großer Kompetenz und dank ihres guten Allgemeinwissens schließlich alle richtig und durfte den feuchten Händedruck der Moderatorin als 1. Preis mit nach Hause nehmen.

Es war ein rundum gelungener und gemütlicher Abend, zu dessen Erfolg auch die von Klaus Winkler spendierten Fasnetsküchla, Berliner und Co. beitrugen. Vielen herzlichen Dank dafür!


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Text: Gabi Schlipf / Bilder: Manfred Widler